
PRESSEMITTEILUNG - Klare Haltung gegen Antisemitismus im Landkreis Cham
Klare Haltung gegen Antisemitismus im Landkreis Cham
Landrat und Bürgermeister verurteilen Äußerungen von Hotel
Im Zusammenhang mit den aktuell erhobenen Vorwürfen gegen einen Beherbergungsbetrieb in der Marktgemeinde Lam stellen der Landkreis Cham und der Markt Lam gemeinsam klar: Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung werden entschieden verurteilt und widersprechen den Grundwerten der gesamten Region.
Landrat Christian Schindler: „Der bekannt gewordene Vorfall erschüttert uns zutiefst. Antisemitismus hat im Landkreis Cham keinen Platz. Unsere Region steht für Offenheit und Gastfreundschaft für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Ein solcher Einzelfall darf nicht das Bild unserer zahlreichen engagierten und weltoffenen Gastgeber prägen.“ Auch die Gemeinde Lam distanziert sich unmissverständlich von den geschilderten Vorgängen. Bürgermeister Paul Roßberger: „Lam steht wie der gesamte Landkreis für Offenheit, Gastfreundschaft und Respekt. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, ist dieses Verhalten absolut inakzeptabel und wird auf das Schärfste verurteilt. Diskriminierung und antisemitische Aussagen widersprechen dem touristischen Selbstverständnis unserer Marktgemeinde zutiefst.“
Der Landkreis Cham sowie der Markt Lam unterstützen die laufenden Prüfungen durch den Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung bestmöglich, um den Fall aufzuklären. Landrat Christian Schindler steht hierzu in Kontakt mit Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D. und Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus. Zudem erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Oberpfalz sowie allen weiteren zuständigen Stellen. Unabhängig davon hat die Tourismusabteilung des Landkreises Cham im Einvernehmen mit der Marktgemeinde Lam die Entscheidung getroffen, den Hotelbetreiber bis auf Weiteres auf den touristischen Webseiten zu sperren und aus dem touristischen Marketing zu nehmen.
Dem Hotel wird vorgeworfen, eine Buchungsabsage auf der Plattform Booking.com gegenüber israelischen Reisenden mit der antisemitischen Äußerung "Sorry, there are no jews allowed in our hotel" begründet zu haben. Aktuell sehen sich die Betreiber mit Anfeindungen und Morddrohungen konfrontiert. "Auch diese Grenzüberschreitungen sind nicht akzeptabel. Sie tragen nicht zu einer Aufklärung des Vorfalls bei und können ebenfalls Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen werden", betont Landrat Christian Schindler.
Pressekontakt:
Markt Lam: Paul Roßberger, 1. Bürgermeister, Tel.: 09943 / 9415-20, paul.rossberger@markt-lam.de
Landkreis Cham: Pressestelle, Michael Gruber, Tel.: +49 (9971) 78-272, pressestelle@lra.landkreis-cham.de
